Interkulturalität in der Pflege

Kulturelle Vielfalt am Arbeitsplatz ist heute in vielen Unternehmen eine Selbstverständlichkeit und wird in Zukunft noch zunehmen. Den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter zu gewährleisten, ist in diesen Unternehmen eine besondere Herausforderung.
Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen haben unterschiedliche Vorstellungen, was Gesundheit bedeutet, und sie nehmen Krankheiten verschieden wahr. Es existieren andere berufliche Belastungen und Beanspruchungen, aber auch Sprachbarrieren oder Wissenslücken, wer der richtige Ansprechpartner im Betrieb für ein spezielles Anliegen ist.
Diese Verschiedenheit kann sich in der Arbeitsunfähigkeit ausdrücken, die je nach kulturellem Hintergrund variiert. Zum anderen haben Arbeitnehmer anderer Nationalität häufiger Arbeitsunfälle und erkranken öfter an Berufskrankheiten als deutsche Beschäftigte.

In Deutschland repräsentieren Migrantinnen und Migranten mehr als 20 Prozent der Arbeitnehmer, die den Arbeits- und Gesundheitsschutz vor neue Herausforderungen stellen. Es ist anzunehmen, dass ein Migrationshintergrund einen Einfluss auf die Gesundheit der betroffenen Personen hat.

Diversity Health Management nach IGM Standard:
IN SECHS SCHRITTEN ZUM ERFOLG

Ziele & Strategie
Was wollen Sie erreichen und wie ist der Weg?

Strukturen & Ressourcen
Welche Strukturen haben Sie?

Analyse
Was wissen Sie über die betriebliche Situation?

Handlungsschwerpunkte
Welche Handlungsfelder sind für Sie sinnvoll?

Maßnahmen
Was haben Sie bisher gemacht?

Evaluation
Was haben Ihre Aktivitäten bisher bewirkt?

Bausteine

Modul 1: Interkulturelle Sensibilisierung für die Pflege
Dieses Modul sensibilisiert Führungskräfte und pflegendes Personal für die Situation von neu beschäftigten ausländischen Pflegekräften. Sie werden motiviert, bei der Integration in die neue (Arbeits-)Kultur zu unterstützen und ein gemeinsames Teamverständnis dazu zu entwickeln.

Modul 2: Integration im beruflichen Umfeld
Dieses Modul richtet sich an die neuen ausländischen Fachkräfte und unterstützt sie bei ihrer Integration im neuen beruflichen Umfeld. Anreize für ein sicherheits- und gesundheitsgerechtes Verhalten im Arbeitsalltag werden gesetzt.

Modul 3: Potentiale des integrationsfreundlichen Betriebs
Dieses Modul richtet sich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Betrieb, beispielsweise Pflegedienstleitungen, Fachkräfte für Arbeitssicherheit oder Integrationsbeauftragte. Sie werden zu den Potenzialen eines integrationsfreundlichen Betriebs informiert und erhalten Anregungen für eine Umsetzung. Sie werden befähigt, neue Beschäftigte aus dem Ausland kompetent einzuarbeiten und zu führen. Außerdem werden Informationen und Hilfestellungen vermittelt, um ein tolerantes und offenes Arbeitsklima im Betrieb vorzuleben.

Modul 4: Fachkraft für Gesundheitsschutz 4.0
Fachkräfte für Gesundheitsschutz 4.0 planen, steuern und überwachen Abläufe im Gesundheitsmanagement im Betrieb. Das Institut IGM bietet eine berufsbegleitende Fortbildung.

Ihre Vorteile

  • Verbesserung des Betriebsklimas
  • Optimierung der Gestaltung einer gesunden Arbeitsumgebung
  • Verbesserung der Mitarbeitermotivation
  • Stärkere Bindung an das Unternehmen
  • Reduzierung der Fehlzeiten
  • Verbesserung der Qualität
  • Optimierung der Termintreue dem Kunden gegenüber
  • Erhöhung der Produktivität
  • Optimierung der Arbeitsorganisation
  • Erhöhung der Einsparpotenziale