Evaluation eines Gesundheitsprojektes

Die Evaluation, also die nachfolgende Überprüfung und Bewertung eines gesundheitsfördernden Projekts, wird in Deutschland derzeit meist noch nicht routinemäßig durchgeführt. Sie stellt jedoch eine empfehlenswerte Ergänzung für jede Gesundheitsmaßnahme dar, denn sie schafft Transparenz für alle Beteiligten. Eine effektive Evaluation ist sinnvoll strukturiert und auf die Gestaltung der Zukunft ausgerichtet. In unseren Workshops lernen Sie, nachhaltige Evaluationskonzepte zu entwickeln.

Gesundheitsförderung – ein wirksamer Ansatz, der einer sinnvollen Bewertung und Evaluation bedarf

„Evaluation schafft Transparenz und fordert die Refexion über die eigene Arbeit, muss aber auch nachhaltig auf die Gestaltung der Zukunft gerichtet sein.“ (Stark) 

In Deutschland werden bereits viele Projekte in Settings umgesetzt. In den letzten Jahren ist dabei zunehmend die Forderung nach Evaluation laut geworden, also einer Überprüfung und Bewertung der Programme. Bislang gehört eine derartige Evaluation in Deutschland nicht unbedingt zur Routine von Gesundheitsförderung. Die Gründe dafür sind vielfältig: es fehlt an allgemein gültigen Evaluationsinstrumenten, z.B. Fragebögen, und in vielen Projekten sind die finanziellen Mittel knapp. Viele Projektverantwortliche fürchten außerdem, eine Evaluation könne das ganze Projekt gefährden. Insbesondere im Ausland konnten aber bereits umfangreiche und ermutigende Erfahrungen mit der Evaluation von gesundheitsfördernden Projekten gemacht werden. Aus diesen nationalen und internationalen Erfahrungen lassen sich zentrale Schritte und Erfolgsfaktoren einer solchen Evaluation identifizieren. Daraus können konkrete Empfehlungen für die sinnvolle Bewertung von Gesundheitsförderungsprojekten abgeleitet werden.

Dazu gehören unter anderem:

  • den Evaluationszweck zu bestimmen
  • ein Evaluationskonzept
  • die Evaluation organisiert durchzuführen
  • das Datenmaterial sinnvoll auszuwerten
  • die Verbesserungsvorschläge für das Programm nutzbar zu machen.

Systematische Evaluationen von gesundheitsfördernden Ansätzen sollen positive Auswirkungen der Programme, aber auch mögliche Schwachstellen, aufdecken. Damit soll einerseits die Qualität eines Programms verbessert werden, andererseits können andere Projekte davon profitieren, indem nachweislich erfolgreiche Elemente übernommen werden.

„Welchen greifbaren Vorteil habe ich eigentlich von einer Evaluation? Das kostet mich doch nur viel Mühe und Geld! Lohnt sich dieser Aufwand für mich?“

Es ist richtig, eine Evaluation beinhaltet immer Arbeitsaufwand und ist ohne Kosten nicht durchführbar. Dennoch zeigt die Erfahrung, dass sich investierte Gelder und Mühen auszahlen. Sie erhalten so Aussagen darüber, ob Sie Ihre gesetzten Ziele erreicht haben und ob die eingesetzten Maßnahmen angemessen und wirksam waren. Sie schaffen damit einen Ausgangspunkt, Verbesserungen im Projekt zu erreichen. Zudem dienen Ihnen die Ergebnisse der Evaluation auch als Argumentationsgrundlage, z.B. den Geldgebern des Programms gegenüber. Können Sie den Erfolg Ihres Projektes belegen, ist das für die Fortsetzung oder Beantragung von Fördermitteln günstig.

Über unseren Workshop

Im Workshop lernen Sie Schritt für Schritt die einzelnen Phasen der Evaluation eines Gesundheitsförderungsprogramms kennen. Er richtet sich damit an alle Personen, Gruppen und Institutionen, die eine solche Initiative ins Leben rufen wollen. Das können Mitarbeiter von Unternehmen, Gesundheitsämtern, Selbsthilfegruppen, sozialen Einrichtungen und Vereinen, Kindergärten und Schulen und anderen Institutionen o. ä. sein. Diejenigen, die bereits Erfahrung mit der Planung und Durchführung von Evaluationen in Gesundheitsprojekten gesammelt haben, finden möglicherweise für spezielle Aspekte neue Informationen, beispielsweise für die Gestaltung von Fragebögen oder die Präsentation der Ergebnisse. Diejenigen, die zum ersten Mal eine Evaluation durchführen wollen, können sich Schritt für Schritt anleiten lassen und sich dabei an Beispielen, zentralen Fragen und Checklisten orientieren.